Yoga

Die Übungen

Die meisten Menschen beginnen mit Yoga, weil sie sich angesprochen fühlen von seinem Angebot an besonderen Körperübungen, der Yoga nennt sie "Asana". Sie versprechen Beweglichkeit, Leichtigkeit, Ausgeglichenheit, Entspannung und Harmonie des Körpers.
Beim Üben der Asana geht es nicht um das Erreichen einer perfekten Form. Viel mehr interessiert den Yoga die Funktion der Asana, also das, was sie bewirken, wenn man sie übt. Nicht das Äussere eines Asana, seine Form, sollte im Mittelpunkt des Übens stehen. Wichtig für das Üben ist vielmehr, welche positive Veränderung im Körper damit erreicht werden kann. "Die" perfekte Form eines Asana gibt es ohnehin nicht. Zu verschieden sind die Körper der Menschen und und damit ihre Voraussetzungen. Von jeder Übung lässt sich die Formvariante finden, die zum Übenden passt.

In den Körperübungen des Yoga spielt die Wirbelsäule eine zentrale Rolle. All das, wass ihr ihre Lebendigkeit, Beweglichkeit, Stabilität und Kraft gibt, soll durch die Körperübungen des Yoga auf unterschiedliche Weise erreicht werden.

Unsere Yoga-Katzen zeigen uns einige dieser Körperübungen, nämlich eine Sitzhaltung, eine Rückbeuge, eine Drehung, eine Vorbeuge, eine Gleichgewichtshaltung, eine Umkehrhaltung und die Entspannungshaltung:

Lotussitz (Padmasana)

Sehe ich nicht friedlich aus? Ich bin eine sehr bewegliche Yogakatze, darum fällt mir der Lotussitz nicht schwer. Für weniger Bewegliche gibt es auch einfachere Sitzhaltungen.

Lotus-Sitz
Stellung: Heuschrecke

Heuschreckenhaltung (Salabhasana)

Dies ist die schwierigste Variante dieser Rückbeuge, es gibt auch einfachere, wo die Nase nicht so zusammengedrückt wird.

Halber Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)

Meine Wirbelsäule soll aufgerichtet sein, bevor ich in sie drehe. Danach fühlt sie sich jeweils wie neu an!

Drehsitz
Kopf-Knie-Stellung

Knie-Kopf-Haltung (Janu Sirshasana)

Natürlich gehörte meine linke Pfote auch auf den Boden, mich hat's nur gerade so gejuckt... Meine ganze Körper-Rückseite wird in dieser Vorbeuge gedehnt, besonders meine Katzenbeine werden dabei so schön lang!

Baumhaltung (Vrikshasana)

Sieht einfacher aus als es ist! Ich habe eine ganze Weile geübt, bis ich so stehen konnte. Das Gleichgewicht ist eines, die Beweglichkeit im Hüftbereich ein anderes, beides entwickelt sich nur durch regelmässiges Üben.

Baumstellung
Kerze

Schulterstand (Sarvangasana)

Diese Umkehrhaltung tut meinem Katzenbauch so wohl... Luzia meint, es wäre gut für meine Halswirbelsäule, wenn ich eine bis zwei gefaltete Decken unter meine Schultern legen würde, um so eine Überbelastung zu verhindern.

Ich liebe Rückbeugen, sie machen mich so herrlich munter! Darum zeige ich zum Abschluss noch den liegenden Donnerkeil. Stellung: Donnerkeil
Stellung: Savasana

Totenstellung (Savasana)

Das ist die Entspannungshaltung. Sie ist meine Lieblingsstellung, denn dabei kann ich so schön schnarchen - obwohl das eigentlich nicht der Sinn der Sache ist! Nur mein Körper sollte schlafen, mein Geist sollte hellwach bleiben und meinen schlafenden Körper beobachten.

(Bilder aus "Yoga für Katzen", ISBN 3-453-03325-6)

Der Atem

Im Mittelpunkt der Körperübungen des Yoga steht das Bemühen, beim Üben den Körper, den Atem und den Geist auf harmonische Weise miteinander zu verbinden. Grosse Aufmerksamkeit wird dem Atem gewidmet. Mit verschiedenen Mitteln wird versucht, eine Verbesserung der Atemqualität zu erreichen und den Atem für weiter gehende Ziele zu nutzen.

Am Anfang steht immer eine bewusste und behutsame Verwendung des Atems im Asana-Üben. Angestrebt wird ein gleichmässiger und langsamer Atem. Auf diese Weise geformt, spielt er in den Körperübungen eine ausgesprochen wichtige Rolle: Die Bewegungen des Körpers werden der ruhigen Bewegung des Ein- und Ausatems angeglichen und werden so langsamer und fliessender; die gezielte Verbindung von Atem und Körperbewegung schafft Achtsamkeit im Üben und lehrt damit einen behutsamen Umgang mit dem Körper; ein bewusst geführter Atem gibt dem Asana im Üben Richtung und Halt.

Unter dem Begriff "Pranayama" sind Übungen zusammenfasst, in denen der Schwerpunkt ausschliesslich auf dem Atem liegt. Mit Hilfe verschiedener Techniken wird der Atem verfeinert und so reguliert, dass er eine bislang unbekannte Qualität erreichen kann. Beim Üben des Pranayama geht es darum, gleichmässig, lang und fein zu atmen. Solches Umgehen mit dem Atem beruhigt und konzentriert.

Die Wirkung

Um zu erklären, wie er wirkt, benutzt der Yoga ein Bild: Eine der wichtigsten Tätigkeiten des Reisbauern ist es, die kleinen Dämme zwischen den Feldern zur rechten Zeit zu öffnen. Dadurch fliesst Wasser auf das Feld und bewässert die Saat. Nicht der Bauer bringt den Reis zum wachsen. Vielmehr entwickelt sich das Reiskorn in seiner ihm eigenen Dynamik und mit Hilfe des Wassers, der Sonne und der Nährstoffe aus dem Boden. Eine Yogapraxis lässt sich nun mit der Arbeit des Bauern vergleichen, das Feld und seine Saat mit einem Menschen. Wie der Bauer kann Yoga nicht mehr als einen Impuls setzen. Die Wirkung einer Übung wird wesentlich bestimmt durch den übenden Menschen.

Viniyoga

Viniyoga ist keine Yogarichtung, sondern vielmehr eine Methode, die von dem Grundgedanken ausgeht, dass eine Körperhaltung, eine Atem- oder Konzentrationsübung auf jeden Menschen unterschiedlich wirkt. Das Lehren des Yoga muss also gesehen werden in Verbindung mit dem jeweiligen Menschen, den es betrifft. Aus dieser Sicht heraus bedeutet das Unterrichten des Yoga die Notwendigkeit, aus dem grossen Schatz der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszuwählen.

Meditation

In der Meditation steht unser Geist im Mittelpunkt des Übens. Meditation ist eine bestimmte Art und Weise, mit dem eigenen Geist umzugehen und wir verlangen ihm dabei besondere, ungewohnte Qualitäten ab. Es geht darum zu lernen, ihn zu sammeln, auszurichten und in der Ausrichtung zu halten. Ein ausgerichteter Geist vermittelt sich über ein Gefühl innerer Ruhe und entspannter Wachheit.

(Text z.T. aus Warum Yoga von Imogen Dalman und Martin Soder, 2004)

Mudras

Mudras sind Gesten der Hände und Finger, die man seit Urzeiten auf der ganzen Welt kennt. Sie wirken auf Körper, Geist und Seele ein. Da jede Körperfunktion auch Einfluss darauf hat, was wir empfinden, wie wir uns fühlen und was wir denken, profitieren alle drei Ebenen davon.

Mudras können im Stehen, im Gehen, im Sitzen und im Liegen praktiziert werden, das Üben in aller Stille in einer schönen und angenehmen Umgebung trägt wesentlich zum Gelingen bei. Der Druck der Hände oder der Finger, die aneinander liegen, ist immer sanft, so als ob die Anziehungskraft zweier Magnete die Finger bzw. die Hände zusammenhalten würde. Wir richten unsere volle Aufmerksamkeit auf die Handstellung und auf den Atem. Der bewusste, langsame, rhythmische und feine Atem verstärkt die Wirkung jeder Mudra.

(Text aus Neue Mudras von Gertrud Hirschi, 2. Auflage 2001)


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